Die Beitragsentwicklung in der Privaten Krankenversicherung (PKV) sind aus Sicht des PKV-Verbandes in den vergangenen 8 Jahren besonders moderat ausgefallen. Der Vorsitzende des PKV-Verbandes, Uwe Laue, erklärte, entgegen den Medienberichten über zuletzt massiv gestiegene PKV-Beiträge hätten viele Millionen Privatversicherte 2016 keine Beitragserhöhung gehabt, und Hunderttausende sogar Beitragssenkungen erhalten. Zudem seien die Tarife, in denen es zu Erhöhungen gekommen sei, zum großen Teil jahrelang stabil gewesen.

Nach einer Untersuchung des IGES Instituts (Institut für Gesundheits- und Sozialforschung, Berlin) sei in den vergangenen acht Jahren die Beitragsentwicklung in der PKV mit durchschnittlich 2,4 Prozent im Jahr geringer gewesen als in der Gesetzlichen Krankenversicherung (GKV), wo es 3,8 Prozent waren. Insgesamt verlaufe die Beitragsentwicklung in GKV und PKV seit etwa zwei Jahrzehnten sehr vergleichbar, erläuterte Laue anlässlich der Jahrestagung seines Verbandes.

Kommentar Horst Michael Rischer:

Dies halte ich für sehr aufschlussreich. Es mag also wohl einzelne Versicherer mit höherem Anpassungsbedarf geben. Trotz entsprechender Pressemeldungen handelt es sich jedoch nicht um eine generelle Tendenz. Sensationsmeldungen beleben nun mal das Geschäft für die Presse, das sollte man stets bedenken. Also nicht wirklich ein Grund, sich von der PKV fernzuhalten. Sehr wohl allerdings besteht Grund, sich den möglichen Versicherer besser unter langfristigen Aspekten zu wählen, um moderate Beitragsentwicklung zu haben.

 

Bis auf spezielle Ausnahmen ist die private Krankenversicherung zur Risikoprüfung berechtigt, und muss dies auch so anwenden. Wer im Vornherein gewisse gesundheitliche Probleme hat, dessen Risiko wird individuell geprüft. Entsprechend können Risikozuschläge erhoben werden, oder man kann im schlechtesten Fall auch abgelehnt werden.

Das ist für die Betroffenen ärgerlich, oder sogar ausgesprochen problematisch. Jedoch ist eine vernünftig angewandte Risikoprüfung auch ein Bestandteil dessen, die Beiträge relativ stabil zu halten. Würde ein Krankenversicherer bedenkenlos jeden aufnehmen, würde das die Beiträge deutlich in die Höhe bringen. Unabhängig von der Kostenentwicklung im Gesundheitswesen, was ohnehin seine Auswirkungen hat.

Was versteht man genau unter Risikoprüfung?

Alles, was die jeweilige private Krankenversicherung unternimmt, um vor der Annahme eines Antragstellers zu entscheiden, ob er aus Sicht der Gesundheit aufgenommen werden kann, evtl. mit welchen besonderen Vereinbarungen, oder eben ganz normal, wie beantragt. Es spielt dabei keine Rolle, ob man aus der gesetzlichen Krankenversicherung, der privaten Krankenversicherung kommt, oder (zuletzt) gar nicht versichert war. Auch das Alter hat (fast) keine Auswirkung auf die Risikoprüfung. Das ist nur eine Sache des Beitrags.

Zum übergeordneten Verständnis: Der Versicherer prüft auf der Grundlage der Überlegung, dass die Person, die versichert werden soll, ihr ganzes Leben lang bei dieser privaten Krankenversicherung bleibt. Daher wird ein bestehendes Risiko, was langfristig für die Behandlungskosten von ungünstiger Auswirkung ist, bzw. sein könnte, auf diese lange Sicht hochgerechnet. Etwas könnte für die nächsten Jahre nur relativ geringe Kosten mit sich bringen, auf lange Sicht jedoch viel mehr Kosten verursachen, z.B. zu einer teuren Operation führen, tendenziell andere Schäden, andere Krankheiten hervorrufen. Der Laie, aber selbst auch erfahrene Ärzte sehen das oft nicht so.

Daher sind Diskrepanzen zwischen der Sichtweise des Arztes (Sie sind aus meiner Sicht gesund; das hat jeder Dritte, und ist nicht ungewöhnlich; damit können Sie steinalt werden …) und der Sichtweise des Krankenversicherers (genauer: des Risikoprüfers in der Antragsabteilung) öfter vorhanden. Einerseits ist der Arzt ja nicht dazu da, um seinen Patienten maximal zu verunsichern; andererseits hat er meist keine versicherungsmathematischen Kenntnisse, die ihm erlauben, die Sicht des Risikoprüfers nachzuvollziehen. Der Berater hat daher mitunter seine liebe Not, um Verständnis für gewisse Entscheidungen zu werben. Es kann der Eindruck entstehen, der Versicherer nimmt es übergenau, oder will nur den maximalen Beitrag kassieren. Vielleicht hilft dies zum Verständnis.

Die Schritte der Risikoprüfung sind im Normalfall so:

Prüfung der eigenen Gesundheitsangaben, wie sie im Antrag gemacht wurden. Ist demnach alles in Ordnung, ist die Risikoprüfung bereits abgeschlossen, und der Kunde bekommt seine Annahme-bestätigung (und etwas darauf die Police).

Das ist der einfache, schnelle Vorgang, der Kunde weiß rasch Bescheid.

Wenn ein erhöhtes Risiko besteht, es ist aber aufgrund der eigenen Angaben bereits einschätzbar, und es ist bedingt problematisch: Es wird ein Risikozuschlag vorgeschlagen. Wenn der Kunde dem schriftlich zustimmt, kommt der Vertrag dann mit dieser Abänderung zustande. Ebenfalls eine schnelle Sache, hängt nur davon ab, ob und wann der Kunde dies akzeptiert.

Oder es besteht nach den eigenen Angaben ein erhöhtes Risiko, das Ausmaß ist aber nicht klar genug, bzw. es ist eher knifflig: Der Versicherer macht eine Arztrückfrage (in der Regel auf seine Kosten), oder bittet den Kunden, ein klarstellendes Attest zu besorgen (z.B., wenn es so schneller geht, oder auch, wenn es eher fraglich ist, ob die Aufnahme überhaupt möglich ist). Wenn der Versicherer das Attest (ggf. auch mehrere Atteste) da hat, wird meistens abschließend entschieden. Manchmal ist dann auch noch eine weitere Rückfrage nötig. Je nachdem, wann das Attest/die Atteste da sind, kann das auch mal einige Wochen dauern, bis der Versicherer entscheiden kann.

Mitunter wird auch ein Krankenhausentlaßbericht angefordert zu einer Angelegenheit, die noch nicht lange genug zurückliegt.

Oder, bei eher noch überschaubaren Risiken: Es wird eine Selbstauskunft vom Kunden erbeten, um das Thema besser einschätzen zu können. Die Versicherer haben unterschiedliche Vorlagen für bestimmte Krankheitsbilder, bzw. bestimmte Vorerkrankungen, für die es dann auch eindeutige Zusatzfragen gibt. Es können damit nähere Angaben gemacht werden, die über die Möglichkeiten im Antrag hinausgehen. Diese wird häufig verwendet, um Arztrückfragen zu vermeiden, die Kosten, aber auch Verzögerungen verursachen. Das hilft allerdings nur, wenn der Kunde zu genügend  genauen Angaben bereit bzw. in der Lage ist (Erinnerungsvermögen, kennt er die genaue Diagnose selbst etc.). Je genauer die Angaben sind, umso besser. Das Kooperieren dabei lohnt sich.

So gibt es je nach Versicherer z.B. besondere Selbstauskünfte für: Allergien, Atemwegs-/Lungenerkrankungen, Augenerkrankungen, Bluthochdruck, Gelenke und Muskeln, Hautkrankheiten, Herz/ Kreislauf, Kopfschmerzen/Migräne, Leber-/Gallen-/Bauchspeicheldrüsenerkrankungen, Magen/Darmerkrankungen, Muttermale, Nieren- und Harnwegserkrankungen, Ohren/Gehör, Schilddrüsenerkrankungen, Skelett bzw. Wirbelsäule, Übergewicht, Untergewicht, Venenerkrankungen, und eine Art Sammelbogen für Sonstige Erkrankungen.

Wenn anhand der Selbstauskunft entschieden werden kann, die gewiefte Berater oft schon bei Antragstellung aufnehmen können, ist das nicht unbedingt eine komplexe Sache.

Übrigens kann auch nach Arztattesten oder Selbstauskünften immer noch auf glatte Annahme ohne Besonderheiten entschieden werden.

Weiterer denkbarer Schritt: Nach den Daten im Antrag bzw. in der Selbstauskunft kann der Versicherer zwar entscheiden. Er entscheidet jedoch, den Antrag abzulehnen. Dann geht in den nächsten Jahren, oder evtl. sogar endgültig, nichts zu machen. Oder der Antrag wird zurückgestellt (z.B., bis etwas ausgeheilt ist, oder man sehen kann, dass sich etwas Heikles nicht wieder ereignet, oder bis ein bestimmtes Risiko, was jetzt noch nicht einschätzbar ist, kann dann besser beurteilt werden). Oder der Antrag kann mit Leistungsausschluß bzw. Einschränkung angenommen werden. In
diesem Fall entscheidet wieder der Kunde, ob er das akzeptiert.

Bei der Vollversicherung (im Unterschied zur reinen Zusatzversicherung) wird eher selten mit Ausschlüssen gearbeitet, weil es ja sonst keine umfassende Vollversicherung mehr ist. Es kommt mitunter vor bei Sterilität/Unfruchtbarkeit, bei bestehender Schwangerschaft (wo z.B. nur das Mehrbettzimmer geleistet wird), bei Metallen, die im Körper verblieben sind (und später/vielleicht entfernt werden), oder evtl. auf ausdrückliche Nachfrage des Kunden oder des Beraters, um einen Antrag annehmbar zu machen. Auch bei noch bestehenden Unfallfolgen ist das eine Möglichkeit, wenn es nämlich einen anderen Kostenträger gibt, wie die Berufsgenossenschaft, oder die
Haftpflichtversicherung eines Unfallverursachers. Dann ist nichts dagegen zu sagen, denn dann sind evtl. Kosten ja von dort gedeckt. Voraussetzung ist hierbei, dass das entsprechende Thema klar abgrenzbar ist – sonst müsste man später rätseln, oder gerichtlich klären lassen, wann man wirklich Schutz hat, oder nicht. Ein Ausschluss für psychische Erkrankungen wäre z.B. nicht machbar, weil das nicht abgrenzbar gegen andere Erkrankungen ist. Ein zu umfassender Ausschluss ist ja auch nicht im Sinne des Versicherten.

Ausschlüsse in der reinen Zusatzversicherung, im Tagegeld oder Krankenhaus-Tagegeld sind häufiger – da geht es dann ja um überschaubare Risiken.

Wichtiger Hinweis: Obwohl die Versicherer hier im Wesentlichen ähnlich denken, kann es sich lohnen, bei anderen Versicherern nach Alternativen zu sehen. Mitunter geht es woanders mit weniger Zuschlag, oder gar ohne Zuschlag; oder statt Ausschluss kann das Risiko gegen Zuschlag doch mitversichert werden; ein Zuschlag statt Ablehnung oder Zurückstellung. Ein erfahrener Berater weiß, wo es bei anderen Versicherern Spielraum geben könnte.

Manchmal ist es nicht so leicht, eine private Krankenversicherung zu bekommen. Zum Glück sind die Fälle, die gar nicht lösbar sind, relativ selten. Häufiger im Verhältnis dazu wird der Risikozuschlag vom Kunden nicht akzeptiert. Mitunter findet man dann bessere Lösungen, oder auch nicht.

Ältere Personen müssen unter Umständen (je nach Versicherer und Alter) ein umfassendes Attest bringen, um aufgenommen zu werden, auch wenn sie bisher ganz normal versichert sind. Dies wird mitunter schon ab 55, ab 60, ab 65 oder später verlangt.

Wenn jemand zuletzt unversichert war, oder aus dem Ausland kommt, bzw. wiederkommt, ist zusätzlich zum Antrag ein ärztliches, oft auch zusätzlich ein zahnärztliches Attest auf eigene Kosten zu besorgen, und wird zur Risikoprüfung einbezogen.

Wechselt man jedoch lückenlos aus der gesetzlichen oder privaten Krankenversicherung, reichen grundsätzlich die Angaben im Antrag im Antrag, außer der Versicherer verlangt ein zusätzliches  Attest aus gesundheitlichen Gründen.

Einige eher wenige Versicherer erkennen übrigens die gesetzliche Krankenversicherung bestimmter europäischer Länder an, wie wenn es eine deutsche gesetzliche Kasse wäre. In diesen Fällen ist ein Attest aus den Gründen „kommt aus dem Ausland“ nicht erforderlich.

Aus sonstigen gesundheitlichen Gründen evtl. schon. Länder, die dafür in Frage kommen, sind z.B.: Schweiz, Österreich, Niederlande, Belgien, Frankreich, Großbritannien, Italien, Dänemark, Norwegen, Luxemburg, Liechtenstein, Irland, Spanien, Schweden, Finnland, Griechenland.

In einigen wenigen Fällen wird keine übliche Risikoprüfung gemacht, bzw. bleibt das ohne (große) Konsequenzen:

Beim Basistarif (ab 1.1.2009), weil hier angenommen werden muss. Die Gesundheitsangaben werden dennoch in Betracht gezogen, falls man z.B. später in einen anderen Tarif umstellen will. Aber auch, weil es unter den Versicherern einen Risikoausgleich geben kann, sollte ein einzelner Versicherer besonders viele Personen nach dem Basistarif versichert haben.

Bei der Kinderversicherung ab Geburt (wenn das Kind bei der privaten Krankenversicherung des Vaters oder der Mutter angemeldet wird, innerhalb von 2 Monaten ab Geburt).

Oder bei Höherstufungen eines bestehenden Vertrags, wenn zu bestimmten Zeitpunkten oder Gegebenheiten auf eine erneute Risikoprüfung verzichtet wird. Bei Umstellungs-Optionen, Tagegeld-Erhöhungen, Wegfall oder Minderung der Beihilfe ist das z.B. der Fall.

Es gibt auch Umstände, wo es eine eingeschränkte Risikoprüfung gibt, z.B. bei der sogenannten Öffnungsaktion für Beamtenanfänger. Hier muss man bei den teilnehmenden Versicherern (dies ist keine Pflicht für alle, aber es sind immerhin ca. 20 Unternehmen) aufgenommen werden, wenn man sich in den ersten 6 Monaten als Beamtenanfänger anmeldet. Damit sind Beamte auf Probe gemeint. Beamtenanwärter können das nicht nutzen. Hier dürfen die Versicherer nicht mehr als 30 % Zuschlag erheben, und müssen ansonsten auf dieser Grundlage in jedem Fall aufnehmen.

Im Prinzip kann man Rechnungen und Belege einfach an seine PKV einreichen. Man muss dazu keinen besonderen Vordruck verwenden, auch wenn dies viele Versicherer zur Verfügung gestellt wird. Die Rechnungen müssen dazu auch nicht schon an den Behandler bezahlt worden sein. Jedoch gibt es dennoch einige Punkte zu beachten, um unnötigen Aufwand oder sonstige Nachteile zu vermeiden.

Wichtig: Geben Sie immer Ihre Versicherungsnr. an, und reichen Sie die Unterlagen am Besten direkt an den Versicherer (meistens ist die Hauptverwaltung für die Erstattung zuständig) ein.

Die meisten Versicherer verlangen, dass alle Belege im Original eingereicht werden. Auch um doppelte Leistungen zu verhindern. Sollten diese einmal verloren gegangen sein, kann das im Ausnahmefall erläutert werden, und man darf seiner PKV ausnahmsweise Duplikate einreichen.

Rezepte und andere Verordnungen sollten zusammen mit der entsprechenden ärztlichen Rechnung eingereicht werden, damit die Diagnose entnommen werden kann. Nur so kann der Versicherer seine Leistungspflicht prüfen (nur medizinisch Notwendiges und Verordnetes wird übernommen).

Hat man einen Hausarzt-Tarif (Primärarzt-Tarif), ist darauf zu achten, dass bei Rechnungen von Fachärzten die Überweisungen vom Hausarzt an den Facharzt beiliegen. Bei Augenärzten und Frauenärzten ist das nicht erforderlich. Bei Notfällen gilt das Hausarzt-Prinzip auch nicht; jedoch sollte der Notfall aus den Unterlagen erkennbar sein bzw. erkennbar gemacht werden, damit es nicht zu evtl. unberechtigten Kürzungen oder Nachfragen kommt.

Beachten Sie die Selbstbeteiligung:

Wenn man eine feste tarifliche Selbstbeteiligung in seiner PKV hat, reicht man die Belege natürlich erst ein, wenn man pro Person über der Selbstbeteiligung liegt (und vielleicht auch nicht nur ganz knapp). Ein zusätzlicher Punkt ist die mögliche Beitragsrückerstattung, die man erhalten würde, wenn man nichts eingereicht hat (für ein Kalenderjahr).

Hinsichtlich der Entscheidungsgrenze fürs Einreichen zählt man die Beitragsrückerstattung zur Selbstbeteiligung dazu. Bedenken sollte man besonders, dass man sich mitunter durch mehrere leistungsfreie Jahre in Reihe eine besonders hohe Beitragsrückerstattung aufgebaut hat, die man dann verliert (und nächstes Jahr wieder bei 0 anfängt).

Oder man bekäme zwar eine Auszahlung, die ein Wenig über Selbstbeteiligung und Beitragsrück-erstattung kommt. So verliert man ggf. auch die Höherstufung in die größere Beitragsrückerstattung 1 Jahr später. Das kann auch unzweckmäßig sein.

Die Erstattung der Kosten sollte also besser schon relevant hoch sein.

Die Beitragsrückerstattung sollte man als zusätzliche Chance in der PKV sehen; selbstverständlich kann man die Kosten trotzdem einreichen, sobald die Selbstbeteiligung überschritten ist.

Wenn der vorhandene Tarif Ausnahmen vorsieht, wie z.B. Vorsorgeuntersuchungen, oder Schutzimpfungen, die von der Selbstbeteiligung ausgenommen sind, kann man das natürlich nutzen. Ein zusätzlicher Pluspunkt kann sein, dass die Beitragsrückerstattung trotz Vorsorgeuntersuchungen oder Schutzimpfungen erhalten bleibt. Manchmal gilt  das auch für Zahnvorsorge.

Dazu muss man seinen Tarif und die Regelung zur Beitragsrückerstattung genau genug kennen, oder sich danach erkundigen.

Es wäre dann übrigens sinnvoll, dass solche Leistungen in separaten Rechnungen stehen. Enthält eine Rechnung sowohl Vorsorge, als auch weitere Behandlungen, kann das zu Problemen führen, z.B. die Beitragsrückerstattung hinfällig machen. Es kann helfen, beim Einreichen ausdrücklich darauf aufmerksam zu machen, dass nur  die Vorsorgekosten abgerechnet werden sollen. Die Bedingungen  können aber auch verlangen, dass es separate Rechnungen sein müssen. Notfalls muss man dann den Arzt oder Zahnarzt bitten, die Rechnung umzuschreiben, bzw. zu teilen.

Beihilfeberechtigte:

Von Beihilfeberechtigten (Beamte, Beamtenanwärter, Referendare und deren Familienangehörige) müssen die Belege zuerst bei der zuständigen Beihilfestelle eingereicht werden. Diese gibt dann Duplikate mit originalem Erstattungsvermerk an, was dann anschließend der PKV eingereicht werden kann.

Erste Versicherer lassen inzwischen zu, dass Rechnungen und Belege über eine eingerichtete App eingereicht werden. Der Trend dahin wird sich verstärken. Das macht es dann natürlich einfach.

Bei der Regelung für die Beitragsrückerstattung muss man auch aufpassen:  Oft gibt es sie nur dann, wenn man für die entsprechende Person keinerlei Rechnungen eingereicht hat. Das schließt z.B. auch den Zahnbereich ein, selbst wenn es für den Zahntarif keine Beitragsrückerstattung gibt. Weitere Bedingungen sind denkbar, z.B. dass es keinen Lastschriftschriftrückläufer für das entsprechende Jahr gegeben hat. Oder dass es auch sonst keine Unterbrechung im Schutz gab (wie z.B. Anwartschaft wegen Auslandsaufenthalt etc.).

Kosten, die im Urlaub entstanden sind, würde man möglichst über die Reisekrankenversicherung einreichen. Ob über den eigenen Versicherer mit einem solchen Zusatztarif, oder über eine separat bestehende Reisekrankenversicherung. Das kann einen vor der Kürzung durch Selbstbeteiligung bewahren, oder einem die Beitragsrückerstattung retten (wenn sonst vielleicht nichts angefallen ist).

Beiträge als Rentner

Fazit: Insbesondere, wenn eher in jüngeren Jahren in die PKV gewechselt wurde, wird der Beitrag in der PKV eher niedriger sein, als in der GKV, und die Leistungen sind besser.

Quellenangabe: Auszug aus der Broschüre „Rentner und ihre Krankenversicherung“ der Deutschen Rentenversicherung“

Wenn man als privat Versicherter Kosten nicht zeitnahe beim Versicherer eingereicht hat, und dieser z.B. auch schon die sogenannte Beitragsrückerstattung (für die Nichtbeanspruchung der Versicherung) ausgezahlt hat, kann sich diese Frage stellen.
Gemäß § 195 Bürgerliches Gesetzbuch (BGB) verjähren Ansprüche aus Versicherungsverträgen grundsätzlich innerhalb von drei Jahren. Die Verjährung beginnt dabei am Schluss desjenigen Jahres, in dem der Anspruch fällig wird. Daher können z.B. Kosten, die durch Behandlungen im Jahr 2014 entstanden sind, noch bis Ende 2017 geltend gemacht werden. Die PKV ist dann natürlich berechtigt, eine (oder mehrere) bereits ausgezahlte Beitragsrückerstattung mit der Erstattung für die Kosten zu verrechnen. Ob das Einreichen dann also sinnvoll ist, sollte man natürlich aus dieser Sicht prüfen.

Wer keine Krankenversicherung mehr hat, und aus verschiedenen denkbaren Gründen entweder gar keine Krankenversicherung bekommen kann, oder nur mit sehr hohen Unkosten (Strafgebühren), für den kann eine Europäische Krankenversicherung eine sinnvolle und günstige Lösung sein. Hier gibt es keine Strafgebühren, und auch eine schlechte Schufa-Auskunft ist kein Hindernis. Wegen des Gegenwinds aus der Branche werden ausdrücklich keine Personen aufgenommen, die eine Krankenversicherung haben. Unversicherte sind also genau das Publikum, das hier angestrebt wird. Dies könnten auch Personen sein, die aus dem Ausland nach Deutschland (zurück)kommen, um hier zu leben und zu arbeiten, und nicht der Versicherungspflicht der gesetzlichen Kasse unterliegen. Ich habe einen solchen Anbieter an der Hand, einen englischen Versicherer.

Zum Jahresanfang haben mehr als zwei Drittel der über 100 Krankenkassen in Deutschland den allein von den Versicherten zu leistenden Zusatzbeitrag erhöht. In 2016 liegt dieser bisher durchschnittlich bei 1,10 %. Für 2015 wurden 0,9 % als gültiger Durchschnitt ermittelt.
Die Vorstandsvorsitzende des GKV-Spitzenverbandes Dr. Doris Pfeiffer rechnet damit, dass sich die Tendenz weiter verstärken wird.

„Bei vorsichtiger Schätzung rechnen wir damit, dass wir in 2019 bei 1,8 Prozent sein werden“, so Pfeiffer gegenüber der Neuen Osnabrücker Zeitung.

Dies ist aber auch nur eine rechnerische Durchschnittsgröße. Bei der einzelnen Kasse kann das noch deutlicher aussehen. Denn je nach Krankenkasse liegt der Zusatzbeitrag schon jetzt bei bis zu 1,6 %. Einige sehr wenige Kassen erheben derzeit noch keinen Zusatzbeitrag.
Das kann ein Motiv sein, in die PKV zu wechseln. Oder sich eine Kasse zu suchen, bei welcher es keinen oder nur einen geringen Zusatzbeitrag gibt.

Das Wesentliche zur PKV

Am Wichtigsten ist zunächst: Wer kommt grundsätzlich (nach Gesetz) für die Private Krankenversicherung in Frage, als Vollversicherung, anstelle der gesetzlichen Krankenkasse?

Das sind alle Selbständigen, unabhängig von deren Einkommen.

Alle Angestellten, die über der Versicherungspflichtgrenze (Jahresarbeitsentgeltsgrenze) liegen. Diese Grenze liegt für 2016 bei 56.250,- Euro Brutto jährlich. Dabei zählt nur das regelmäßig zustehende Arbeitsentgelt.

Alle Beamte, einschließlich Beamtenanwärter, unabhängig vom Einkommen, oder andere beihilfeberechtigte Personen, wie z.B. die Familienangehörigen von Beamten, oder auch von Soldaten. Trifft auch für Beamte im Ruhestand sowie deren Familienangehörige zu. Bei Familienangehörigen gelten bestimmte niedrige Einkommensgrenzen.

Familienangehörige insbesondere von Selbständigen, die nicht mehr gesetzlich pflichtversichert oder familienversichert sind. Diese laufen dann als freiwilliges Mitglied der GKV (gesetzlichen Kasse). Das sind häufig Kinder, die dann einen relevanten eigenen Beitrag in der GKV zahlen müssen. Oder Hausfrauen/Hausmänner, die kein Einkommen erzielen, oder nur im Rahmen von Minijobs arbeiten (derzeit bis 450,- Euro brutto monatlich).

Studenten, die sich von der Versicherungspflicht haben befreien lassen, oder die mit 25 Jahren aus der Pflichtmitgliedschaft der GKV ausscheiden. Sie können dann freiwillig in der GKV sein, aber auch die PKV wählen, für den Rest des Studiums.

Wann lohnt sich die PKV finanziell?
Darüber hinaus ist natürlich die Frage, in welchen Fällen sich die PKV rechnet.

Sehr grundlegend spielt das Eintrittsalter in die PKV eine größere Rolle, und unter Umständen auch die gesundheitlichen Verhältnisse. Ist das Alter zu hoch, und/oder die Gesundheitsverhältnisse bringen erhöhte Beiträge mit sich, muss man genau rechnen.

Selbständige mit noch zu geringen Einkommen sind mitunter in der GKV günstiger versichert. Das gilt besonders, wenn Familienangehörige nicht berufstätig sind, oder nur mit Minijobs. Denn diese sind dann in der GKV kostenlos mitversichert, würden aber in der PKV eigenen Beitrag zahlen.

Freiwillig versicherte Angestellte, deren Ehegatte kein Einkommen (oder Minijob) haben, sind in der GKV meist auch günstiger dran. Angestellte mit mehreren Kindern sind in der Regel in der GKV auch günstiger versichert. Wobei man jeweils zeitlich absehbare Änderungen mit in Betracht ziehen sollte. Wie z.B. Berufstätigkeit von Frau oder Kindern, Beginn eines Studiums, Ende der Elternzeit. Wenn beide Ehegatten verdienen, und dies auf absehbare Zeit auch so bleibt (abgesehen vielleicht von einer Babypause), passt die PKV gewöhnlich sehr gut. Ein hinzukommendes Kind ist rechnerisch auch noch kein Problem.

Bei Beamten rechnet sich die PKV so gut wie immer. Auch eine nicht berufstätige Frau, oder ein nicht berufstätiger Mann, sowie mehrere Kinder sind hier kaum ein Hinderungsgrund. Das hat damit zu tun, dass die Höhe der Beihilfe abhängig vom Familienstand steigt. Dadurch brauchen Ehegatten meist nur noch 30 % der Kosten privat abzusichern, und  Kinder meist nur 20 %. Ab 2 Kindern geht auch die eigene Beihilfe des Beamten auf 70 % (statt 50 %) hoch. Das macht es entsprechend günstig. Besondere Regelungen, je nach Bundesland, sind zu berücksichtigen.

Die Grundproblematik bleibt – welche Kriterien, mit welchem Verhältnis ist zu werten? Man muss auch irgendeine, sinnvoll erscheinende Altersgruppe nehmen. In diese passt der einzelne Interessent vielleicht, oder auch nicht. Die verschiedenen Magazine, Fachzeitschriften und Illustrierten bedienen sich bei Vergleichen letzten Endes einer Kooperation mit einem professionellen Vergleichsprogramm, wie z.B. Morgen und Morgen, Softfair, KvPro etc.- Das wird dann auch korrekt erwähnt. So entsteht dann ein Vergleich, dessen Kriterien nicht unbedingt jeder kritischen Betrachtung standhalten. Nicht, dass wir hier unterstellen wollen, die Auswertung wäre unredlich, oder gar wissentlich verfälschend. Aber es gibt nun mal nur eine endliche Liste von Kriterien, die berücksichtigt werden können. Und diese müssen dann auch nach Gewicht eingeteilt werden. Wirklich objektive Kriterien gibt es dabei nicht, bzw. nur wenige.

Kriterien für übliche veröffentlichte Vergleiche: Im Leistungsbereich hat man die Höhe der Selbstbeteiligung, die irgendwie zu definieren ist. Wenn die Spanne festgelegt ist, die man in Betracht ziehen will, ist es dann eine objektive Größe. Dann nimmt man meistens 2-Bett-Zimmer mit Chefarzt mit rein. Nur gibt es Versicherer, bei denen 1- und 2-Bett-Zimmer zusammen kalkuliert wurden, sodass es hier schon wieder Unterschiede gibt. Nicht jeder Interessent legt auf diese Wahlleistungen wert. So einen Vergleich findet der Interessent dann kaum, wo nur die allgemeine Klasse („Mehrbettzimmer“) enthalten ist. Meist wird mindestens 75 % Zahnersatz als Bedingung gesetzt. Das ist kein großes Problem. Es gibt aber auch Tarife mit 80 % (sehr viele), und einige wenige mit 85 oder sogar 90 %. Die besonders hohen Erstattungen fallen aus den Vergleichen raus, oder man findet eine Fülle von Fußnoten, die auf Besonderheiten hinweisen. Für Angestellte kann man dann noch ein einigermaßen sinnvolles Tagegeld reinnehmen, nach 6 Wochen. Wer aber ein besonders hohes Einkommen hat, und es auch absichern will, findet seine Bedürfnisse in einem solchen Vergleich nicht komplett berücksichtigt. Die Versicherer sind auch unterschiedlich günstig oder teuer im Tagegeld, sodass allein dadurch schon relevante Unterschiede im Beitrag entstehen können. Wenn man aber einen Vergleich für Selbständige machen will, ist das Tagegeld kaum sinnvoll zu berücksichtigen. Es gibt ja unterschiedliche Leistungsbeginne (auch Karenzzeit genannt), die jeder für sich selbst als passend entscheiden muss, und die Höhe des Tagegelds muss zu sehr unterschiedlichen Bedürfnissen passen.

Da einfach zu sagen: Nehmen wir eben ein Tagegeld von 80,- Euro nach 4 Wochen als Beispiel“ ist reine Willkür. Viele Selbständige nehmen gar kein Tagegeld, Andere haben darin hohe Leistungsansprüche.

Jeglicher allgemeiner Vergleich nach Leistungen kann daher bestenfalls zu einer allgemeinen Orientierung verhelfen. Die Ergebnisse sind oft sehr unterschiedlich. Nur dann, wenn man den Markt über längere Zeit ausgewertet hat, und man erkennt, dass bestimmte Versicherer immer wieder hervorhebenswert abgeschnitten haben, hat man verlässliche Anhaltspunkte. Der normale Interessent ist dazu nicht in der Lage.

Die Vergleiche, die sich auf das Versicherungsunternehmen beziehen, Ihre Unternehmensdaten etc., also nicht deren einzelne Tarife, sind von besonderem Wert. Vorausgesetzt, es wird nach sinnvollen Unternehmensdaten geschaut, die besonders auf die Beitragsentwicklung Einfluss haben.

Sinnvoll sind eigentlich nur individuelle Vergleiche, die für den einzelnen Interessent erstellt wurden. Der Interessent weiß entweder bereits, auf welche Leistungen er Wert legt, oder er definiert diese zusammen mit einem Berater. Aus Sicht dieser Leistungskriterien und einem professionellen Vergleichsprogramm ist dann ein Vergleich möglich, der weitgehend passend sein wird. Sofern der Berater sein Handwerk versteht. Berater, die ihren Erfahrungsschwerpunkt nicht in der PKV haben, sind für PKV-Interessenten weniger geeignet. Die wichtigsten Unternehmensdaten sollten dabei ebenfalls berücksichtigt werden.

Ein geeignetes Vergleichsprogramm muss eine Vielzahl von Kriterien berücksichtigen, und viele davon selektierbar machen. Nur so ist es möglich, besondere Leistungswünsche, die der Interessent haben könnte, auch bei der Auswahl der Versicherer zu nutzen. Wenn der Berater mit den besonderen Stärken bestimmter Versicherer oder Tarife vertraut ist, umso besser.

7 wichtige Punkte für den PKV-Vergleich:

Es ist sehr sinnvoll, dass Sie private Krankenversicherungen vergleichen wollen. Dies wird Ihnen Vorteile verschiedener Art bringen, und in der Regel geht es ja um eine Entscheidung von langfristiger Bedeutung.

Sie neigen vielleicht dazu, sich nach veröffentlichten Vergleichen umzusehen, wie z.B. in Finanztest, Euro, Capital etc.- Diese sind zu einer grundlegenden Orientierung geeignet. Jedoch können diese persönliche Schwerpunkte nur unvollkommen berücksichtigen. Sobald Sie sich für andere Selbstbeteiligungen, besonders hohen Zahnschutz oder sonstige besondere Leistungen interessieren, nutzt Ihnen eine solche Tabelle (mit vielen Fußnoten) nicht wirklich. Nach einer Orientierung auf dem Markt sind daher individuell für Sie erstellte Vergleiche der richtige Weg.

Hier folgen die wichtigsten Punkte für PKV-Vergleiche. Sie finden anschließend Daten darüber, wie allgemeine Vergleiche in die Irre führen können.  (Seite 5).

1. Lassen Sie sich einen Vergleich nach Ihren persönlichen Kriterien erstellen.

Welche Leistungen werden Sie am ehesten beanspruchen? Was ändert sich daran in späteren Jahren?

2. Wenn Sie Vergleiche aus verschiedenen Quellen anfordern, verwenden Sie die gleichen Kriterien. Bestehen Sie darauf, dass diese eingehalten werden.

3. Erstellen Sie die Kriterien und Vorgaben zweckmäßig, und nach Ihren Wünschen.

Anregungen aus Fachartikeln können dabei helfen; oder Sie klären das mit einem Berater Ihrer Wahl. Wenn die Vorgaben ungenau sind, sind passende Angebote schwerlich zu bekommen. Sind die Vorgaben andererseits zu speziell, oder allzu umfangreich, sodass sie schwer zu erfüllen sind, bleiben kaum noch Angebote übrig. Das ist auch nicht hilfreich.

Beispiel für hochwertige Vorgaben, wie sie für einen Angestellten passen könnten:

Maximal 350,- Euro Selbstbeteiligung; gute Leistungen für Heilpraktiker; 100 % Leistung für Medikamente; 100 % Leistung für Physiotherapie (manuelle Therapie); Leistungen bis zum Höchstsatz der Gebührenordnung; Besuch direkt bei Fachärzten soll möglich sein; im Krankenhaus 2-Bett-Zimmer mit Chefarzt (bei geringer Differenz auch 1-Bett-Zimmer); mindestens 75 % Leistung für Zahnersatz; keine zu lange geltende Begrenzung für Zahnersatz; Tagegeld von 120,- Euro pro Tag, beginnend nach 6 Wochen. Zusätzliche Beitragssenkung im Alter in Höhe von X Euro monatlich (mind. 100,- Euro).

Beispielhafte Vorgaben für einen Vergleich mit besonders sparsamen Tarifen:

Selbstbeteiligung von bis zu 1.200,- Euro jährlich; es können auch Tarife mit Hausarztprinzip sein (ehe man zu Fachärzten geht) ; Leistung für Medikamente, Physiotherapie und Heilpraktiker dürfen gemindert sein; allgemeine Klasse im Krankenhaus (wie in der GKV) genügt; die Leistungen im Zahnersatz können auch geringer sein (wie längere Zahnstaffel, niedrigerer Prozentsatz der Leistung); kein Tagegeld, oder z.B. nur 50,- Euro täglich nach 4 Wochen, oder 6 Wochen. Eine Option für spätere Verbesserungen.

4. Sofern Sie Wert darauf legen, nur Angebote dauerhaft geeigneter Versicherer zu erhalten, so machen Sie das deutlich, und verlangen Erläuterungen, warum die angebotenen Versicherer sich auch aus dieser Sicht eignen.

5. Wenn es Ihnen nur um das sogenannte beste Beitrags-/Leistungsver-hältnis geht, oder um schlicht die günstigsten Angebote, machen Sie das auch deutlich. Das bedeutet nicht unbedingt, starr dabei zu bleiben, wenn entsprechende, nachvollziehbare Argumente zur Änderung Ihrer Meinung führen.

6. Lernen Sie aus den Angeboten. Wenn Sie aus erhaltenen Angeboten weitere Kriterien erkennen, die für Sie auch wichtig sind, fordern Sie ggf. weitere Angebote an, welche diese ebenfalls berücksichtigen.

7. Fordern Sie Vergleiche von verhältnismäßig „unabhängigen“ Vermittlern bzw. Beratern an – wie Versicherungsmakler oder Mehrfachagenten, die mit zahlreichen Krankenversicherungen arbeiten.

Solche brauchen Ihnen keinen bestimmten Versicherer aufzudrängen, wie das bei einem Vertreter einer einzelnen Gesellschaft der Fall sein dürfte. Jener kann Ihnen ja gar nichts Anderes bieten, und weiß unter Umständen vom Markt auch nicht so viel.

Längere Markterfahrung und Spezialisierung (auf die PKV) sind dabei von besonderem Nutzen. Die Qualität der Beratung hängt stark davon ab.