Die Beitragsentwicklung in der Privaten Krankenversicherung (PKV) sind aus Sicht des PKV-Verbandes in den vergangenen 8 Jahren besonders moderat ausgefallen. Der Vorsitzende des PKV-Verbandes, Uwe Laue, erklärte, entgegen den Medienberichten über zuletzt massiv gestiegene PKV-Beiträge hätten viele Millionen Privatversicherte 2016 keine Beitragserhöhung gehabt, und Hunderttausende sogar Beitragssenkungen erhalten. Zudem seien die Tarife, in denen es zu Erhöhungen gekommen sei, zum großen Teil jahrelang stabil gewesen.

Nach einer Untersuchung des IGES Instituts (Institut für Gesundheits- und Sozialforschung, Berlin) sei in den vergangenen acht Jahren die Beitragsentwicklung in der PKV mit durchschnittlich 2,4 Prozent im Jahr geringer gewesen als in der Gesetzlichen Krankenversicherung (GKV), wo es 3,8 Prozent waren. Insgesamt verlaufe die Beitragsentwicklung in GKV und PKV seit etwa zwei Jahrzehnten sehr vergleichbar, erläuterte Laue anlässlich der Jahrestagung seines Verbandes.

Kommentar Horst Michael Rischer:

Dies halte ich für sehr aufschlussreich. Es mag also wohl einzelne Versicherer mit höherem Anpassungsbedarf geben. Trotz entsprechender Pressemeldungen handelt es sich jedoch nicht um eine generelle Tendenz. Sensationsmeldungen beleben nun mal das Geschäft für die Presse, das sollte man stets bedenken. Also nicht wirklich ein Grund, sich von der PKV fernzuhalten. Sehr wohl allerdings besteht Grund, sich den möglichen Versicherer besser unter langfristigen Aspekten zu wählen, um moderate Beitragsentwicklung zu haben.

 

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